// August 13th, 2010 // No Comments » // Allgemein
Mit seiner Reform, die Wehrpflicht auszusetzen, hat Bundesverteidigungsminister K-T zu Guttenberg die Zeichen der Zeit richtig erkannt.

Zu Guttenberg
Er tendiert dazu die Bundeswehr auf 165.000 Soldaten zu reduzieren und die Wehrpflicht auszusetzen. Die Wehrpflicht solle erhalten bleiben, doch sollten nur solche Rekruten eingezogen werden, die sich freiwillig dazu bereit erklären. Die Planer rechnen mit 7500 Freiwilligen pro Jahr. Zusammen mit einigen anderen Stellen, etwa bei der Flugbereitschaft oder bei der Sportförderung, käme die Bundeswehr auf eine Gesamtstärke von 165 000 bis 170 000 Soldaten.
Das Konzept müsste von allen Koalitionspartnern zugestimmt werden, auch von den Befürwortern der Wehrpflicht. Guttenberg will seine Pläne am 23. August im Verteidigungs- und im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags erläutern. Die zunächst von ihm selbst ins Gespräch gebrachte Radikallösung mit einer Reduzierung des gesamten Personals von jetzt 250 000 auf 150 000 Mann bei gleichzeitigem Verzicht auf die Wehrpflicht hat Guttenberg verworfen. Eine Bundeswehr in der nun anvisierten Größenordnung wäre nach Ansicht von Militärexperten der Koalition bezahlbar und könnte ihre Aufgaben erfüllen.
(dpa, Bild: zuguttenberg.de, 2010)